SG Lenglern – II. Herren 6:1

Rabenschwarzer Tag für die Aschenbrandt-Elf. Zum ersten Mal seit langer Zeit zogen sich heute Morgen mehr als 12 Leute um. Mit einer vollen Bank und wiederum viel Motivation, auch gegen die namentlich stark besetzten Gegner eine gute Partie zuspielen, ging es auf einem sehr guten Rasenplatz in Lenglern los. Schon früh in der Partie merkten die Zuschauer, dass sich die Spieler hier nichts schenken werden. Viele kleine Fouls zu Beginn, sodass erstmal kein gutes Passspiel entstehen konnte. Erstmal hielt aber keine fünf Minuten, da sah man die Präsenz der Bezirksligaspieler auf dem Platz. Gewusel im Mittelfeld auf unserer Seite, starkes und schnelles Kurzpassspiel auf der Gastgeberseite. Von außen sah es bestimmt sehr ansehnlich aus, doch für uns war es einfach nur zu schnell. Wir wussten uns nur mit kleinen Fouls zu helfen, die gefährlich nahe am eigenen 16ner entstanden. Einer dieser Standards führte auch früh in der Partie zum 1:0 der Hausherren. Ein klasse Schuss. Trotzdem blieben die Köpfe oben, da man wusste mit Gegentoren umzugehen. Allerdings war es heute anders, als noch in den Spielen davor. Da der FC in den letzten zwei Spielen gegen alte Herren gespielt hat, war das Spielniveau ein anderes. Heute ging alles zu schnell und es entstanden Löcher über Löcher. Das Prinzip der SG war simpel. Einfache Doppelpässe im Mittelfeld, auf die schnellen Außen und wie man es in der E-Jugend lernt, wurde bis zur Grundlinie gedribbelt. Eine messerscharfe Flanke oder ein überlegter Rückpass und es wurde gefährlich für unseren Stammtorwart Nils Schaper. So oder so ähnlich entstand auch das frühe 2:0. Ein Lichtblick folgte, indem man jetzt noch wacher und aggressiver auf die Gegner draufging. Mit Wut im Bauch wurde etwas besserer Fußball gespielt. Nach einer Einzelaktion von Manshausen, konnte Hacki Herwig den folgenden Elfmeter gewohnt sicher platzieren – und auf einmal waren wir wieder dran. Es ging ein Ruck durch die Elf, spielte man jetzt sicherer und mit mehr Zug nach vorne. Ein Freistoß von Simon Leonhardt, der ziemlich gut geschossen war, aber noch besser gehalten wurde, folgte aus diesem Anschlusstreffer. Dennoch waren wir aber auch zu blind und rannten ohne taktische Fesseln und auch ohne Grund einfach dumm in die Offensive, wollten den Ausgleich erzielen. Doch wenn alle nach vorne gucken, entgeht etwas im Rücken. Somit kam was kommen musste, innerhalb nur einer Minute fielen Gegentor drei und vier. Unnötig und zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Köpfe und Körpersprache sanken, kein gewohntes Aufbäumen. Man hatte in diesem Moment den Glauben verloren. In die Pause ging es mit einem Magengeschwür und einem 5:1 – ja richtig, es fiel noch eins!

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Taktische Marschroute: Nicht zweistellig! Auf gar keinen Fall zweistellig! Somit hatten man es im Griff, die Defensive. Übrigens zum ersten Mal am heutigen 19. Spieltag. Klar nahm die SG auch ein paar erste Herrenspieler raus und gab anderen eine Chance, dennoch wurde jetzt aber auch besser zugestellt. Einmal gelang es dem Gegner noch, den Ball ins Netz zu hauen, aber das war es dann auch schon. Am Ende eine verdiente Reibe von der Bezirksliga-Reserve!

Trotzallerdem sollte man die Nacht nicht noch schwärzer machen – eine Serie von sechs ungeschlagenen Spielen sollte ein großes Lob für alle sein. Eine solche Serie kann nur der FC Bayern besser vollenden. Aber, auch der kritische Aspekt sollte nicht in Vergessenheit geraten: Die Fitness und die Spielpraxis kann man nur im Training verbessern, durch üben üben üben.

Kader: Schaper, Arz – Herwig – Möhle – Aschenbrandt, Ju. Sporleder – S. Leonhardt – J. Leonhardt – Schmidt – Brandenburg – J. Sporleder – Putaro, König – Manshausen


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