Super Aschi, Super Denis, Super Torfest – Supergeil!

Aschenbrandt-Elf mit gelungenem letztem Heimspiel gegen den Tabellenletzten. Zuschauer sehen sieben Tore in Adelebsen. Sogar die Zwillinge Pat und Patterchen sichern sich ihre Tore.

„Das letzte Heimspiel“ – so sollte der Slogan dieses Spieles sein. Und es wurde ein Grandioses.

Trotz dieser leichten Brise von Traurigkeit die in der Luft lag, konzentrierten sich alle, um hier die gute Saison und eine noch besseren Rückrunde, mit einem letzten Heimsieg zu vollenden. Schließlich waren wir das Coach Aschi und auch Allrounder Denis Putaro schuldig, diesen Tag nicht zu vermiesen. Nicht schon wieder drei Punkte herschenken, sowie im Hinspiel. Daher waren alle bis in die Haarspitzen motiviert, manch einer sogar mit „Spritzen“ im Arm. Man merkte es den Männern in Schwarz und Weiß an, dass wir noch etwas zu verkrampft spielten. Zwar sahen alle, dass hier und heute nur einer als Sieger aus diesem Spiel herausgehen würde, doch der letzte Pass und die Sicherheit in die eigenen Kräfte waren noch nicht vollständig vorhanden. Es dauert eine Weile bis man die erste gute Möglichkeit herausspielte. Das Geläuf etwas feucht, sodass das Visier und die Feinmotorik hier und dort noch etwas nachjustiert werden musste. Nach einem schnell ausgeführten Standard und einem Getümmel im Fünfmeterraum, konnte Jan „Pole“ Sporleder wieder seinen Torjägerinstinkt auspacken und schob das Leder aus 30 Zentimetern gekonnt ein. Waaaahnsinn. Der Pole trifft schon wieder – und schon wieder träume ich nicht! Da war es endlich, dass Tor was den Knoten zum platzen brachte. Danke Pole, danach klappte so gut wie alles. Die Lauf- und Passwege wurden gesucht und gefunden. Das goldene Dreieck im Mittelfeld, um Coach Aschi und den beiden Leonhardt-Brüdern wurde immer präsenter und verteilten die Bälle geschickt, auch an die „Polen“ Flügelzange mit den Sporleder Brüdern. Nur wenige Minuten nachdem Führungstreffer konnte sich Julian Sporleder auf der linken Seite durchsetzen und fütterte den heran gräschenden  Manshausen im Fünfmeterraum – 2:0! Endgültig war der Bann gebrochen und auch die Hoffnungen der Gäste. Hier spielte nur der FC. Es folgten noch ein paar gute Möglichkeiten: 100, 200 ja sogar 300 Prozentige, aber Pole möchte nicht so viel lesen und „runterscrollen“, außerdem sollte man nicht den Vergebenen hinterher schauen, sondern eher den Führungstreffer der Italiener, des heutigen Nachtspieles, wieder vor dem geistigen Auge hervorholen. Nach einer Ecke für uns, wurde der Ball zuerst geklärt, doch Jan Sporleder holte ihn sich zurück, spielte auf Manshausen, der wie Pirlo den Ball durchlies, für den besser postierten Marchisio ääh, Jan Leonhardt – dieser nahm sich endlich mal ein Herz und holte seinen „Tigerschuss“ heraus. BOOOOOM – das Ding zappelte im Netz mit gefühlten 135 km/h. Der Schiri guckte auf seine Armbanduhr, ja der Ball war hinter der Linie. Torlinientechnik funktioniert auch in Adelebsen. Das muntere Scheibenschießen ging weiter. Durch die fragwürdige Taktik der Gegner, die ziemlich hoch verteidigten, wurde es den schnellen Stürmern – Putaro und Manshausen, leicht gemacht. Diesmal war es Abwehrterrier Christopher Arz, der Manshausen schickte und im Arjen Robben Stile einnetzte. 4 zu 0. Deckel drauf, der Drops war gelutscht, auch Frank Buschmanns „Am Ende kackt die Ente“ würde hier ins nirgendwo „kacken“. Der Gast steht nicht ohne Grund ganz unten. Das waren die ersten 45 Minuten des letzten Heimspieles. Wer denkt, dass das schon alles war, der kann jetzt abschalten. Allerdings, erst die zweite Hälfte hatte es in sich und bei Denis sogar auf sich… Aber hier wird nichts verraten – selbst ist der Mann und liest fleißig weiter. (Sorry Pole, wird länger)

Die zweiten 45 Minuten hätten wir beinah verschlafen, der Schiri wollte noch eine Anekdote erzählen, pfiff aber dann doch noch rechtzeitig an. Diese Hälfte galt es zu genießen, auch die Auswechselspieler König, den frischgebackenen Onkel Tiffi Lange und auch Aushilfspieler Lukas Popochien durften ran. Wieder folgte Chance auf Chance, doch die Konzentration hielt sich in Grenzen. Die Sparflamme brannte, freute man sich doch schon auf die Grillflamme nach dem Spiel. Der Gast aus Esebeck kam wieder öfters vor das Tor von Nils Schaper, der mehr seinen Strafraum „sauber“ hielt, als Bälle parieren musste. Und das mit dem „sauber halten“ meine ich wirklich so. Doch in der Mitte der zweiten Halbzeit wollte die Aschenbrandt-Elf nochmal was zeigen, schließlich waren die Helden des Tages noch ohne Tore. Daher lag man fleißig auf, doch erst den fälligen Elfmeter schob der Edeltechniker und Trainerfuchs Timo Aschenbrandt höchstpersönlich ein. 5:0 und ein Trainertor – Schiri abpfeifen, besser gehts nimmer. Aufgepasst, besser geht’s beim FC, besonders in der Zweiten immer und dafür gibt es auch eine eigene Zeile:

Denis Putaro, der Allrounder vor dem Herrn, der hinten im Tor, sowie in der Offensive weiß was er tut und immer für gute Laune sorgt, dürfte sich den heutigen Tag im Kalender rot anstreichen. Nicht, dass wir nicht gewohnt sind, das er immer für ein Tor gut ist – nein! Wie er es heute, in seinem letzten Spiel nochmal allen Kritikern zeigen wollte, war einfach überragend! Es war so verrückt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Nach einem hohen Ball von außen, nahm er seinen besten Freund mit der Hacke im 16ner hoch und stand mit dem Rücken zum Tor. Was tun dachte sich jetzt Denis, wie kann ich am besten abdanken? Wie werde ich zu einer lebenden Legende? Was kann ich machen, damit meine Enkelkinder davon noch reden werden? Ganz einfach: Der Mann weiß einfach, wie er die Schwerkraft austricksen kann oder schwebt er immer noch? Mit einem gekonnten Fallrückzieher(!!!!!) schloss er sein Meisterstück ab. Waaaaaaaaahnsinns Bude welches mit einem noch größeren Schweinehaufen gefeiert wurde. Die Menge gröllte, flippte aus und konnte nicht mehr Stillsitzen. Zumindest die Drei auf unserer Reservebank.

Am Ende durfte Manshausen den Schlusspunkt setzen. 7 zu 0 war dann gleichzeitig auch das Endergebnis dieses unvergesslichen Spiels. Nach dem Spiel wurden die beiden Legenden noch vom Präsidenten verabschiedet, hochachtungsvoll und mit viel Beifall. Warme Worte zum Abschluss, sowie warmes Essen und kühle Getränke zum feiern.

We are the Champions – und Denis Putaro eine Legende. Vielen Dank für diese geile Saison, für dieses letzte Spiel. Es war mir eine Ehre!

Muss ich mich entschuldigen für einen solch langen Text? Auf keinen Fall. Heute war ein besonderer Tag, also gibt es für sowas auch keine Kurzfassung!

R.M.


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